Wir verwenden ein Garmin Geko 201 und ein Garmin GPSMAP 60Cx. Das Geko ist sehr klein, preiswert und leicht. Es kann eigentlich alles, was man zum Geocachen braucht. Einzig die Micro-Batterien (AAA) sind nicht optimal. Das Garmin GPSMAP 60Cx mit einem großen farbigen Display kann auch Karten darstellen, Routen berechnen und ist ein ganzes Stück komfortabler zu bedienen. Zusätzlich hat es einen SiRF III Empfangsteil, der auch mit schlechten Empfangsbedingungen z.B. im dichten Wald besser zurecht kommt. Es verwendet Mignonzellen (AA) und hat dadurch eine längere Laufzeit. Mit einer zusätzlichen Strassenkarte und einer topographischen Karte hat man es auf der Straße und im Wald wesentlich bequemer, vor allem bei längeren Touren. Auch die Anfahrt zum Cache oder zum Parkplatz in unbekannten Gegenden ist oft einfacher.
Ein aufwändiger GPS-Empfänger mit Kartendarstellung ist für das Geocachen nicht unbedingt notwendig. Uns selbst macht es Spaß auch einmal querfeldein zu gehen. Eine Wanderkarte ist dann ganz nützlich. Sinnvoll kann die Anschaffung eines Kartengerätes aber sein, wenn man das Gerät auch anderweitig nutzt, z.B. zur Straßennavigation. Letztlich nimmt der Preisunterschied zwischen den einfachen und den aufwändigeren Geräten immer mehr ab. Bei Nutzung eines Autonavigationsgerätes auf PDA oder PNA-Basis kommt es darauf an, ob sie abseits der Straße navigieren können (Richtungspfeil) und ob man direkt Koordinaten eingeben kann.
Für die Planung auf längeren Cachetouren hat es sich bewährt mit einem PDA oder Smartphone unterwegs zu sein. Früher hatten wir einen Palm Vx, dann einen Palm Tungsten E2 und später einen PocketPC Siemens Fujitsu Pocket Loox N520. Der hat sogar einen GPS Empfänger eingebaut, was nicht unbedingt ein Nachteil ist. Auf dem PDA verwendeten wir für die Cachebeschreibungen Cachemate und als Kartensoftware Pathaway. Beide Programm gibt es sowohl für Palm als auch für PocketPC.
Aktuell haben wir meist ein Samsung SGH-i600 dabei, das ein Mobiltelefon mit WindowsMobile Betriebssystem ist. Die Cachebeschreibungen exportieren wir als Mobipocket-Buch (aufgebaut als verlinkte HTML-Seiten) aus GSAK. Das geht mit einem Makro per Knopfdruck automatisch. So sind Telefon und Cachebeschreibungen in einem Gerät vereint und wir müssen nicht eine ganze Sammlung an Apparaten und Akkus durch den Wald tragen. Damit ausgestattet lassen sich bequem einige hundert Cachebeschreibungen mitnehmen und auch mehrtägige Touren ohne PC prima planen und durchführen. Bei Bedarf ist damit auch von unterwegs ein Blick in Wikipedia, der Internetzugriff oder das Versenden einer e-Mail möglich. Auf langen Touren und im Urlaub erfassen wir die Logs dann unterwegs mit einem Texteditor in einer Vorlage. Dann ist Zuhause das halbautomatische Loggen per GSAK nur einen Knopfdruck entfernt.
Für den rauhen Geländeeinsatz und im Regen ist ein PDA sicherlich zu empfindlich. Das Smartphone ist ein ganzes Stück kompakter und unempfindlicher. Aber für solche Fälle nehmen wir immer einen Papierausdruck mit und haben ja die robusten Handempfänger, die sehr stoßfest und wasserdicht sind.
Bei Multi- und Mysterycaches mit komplizierterer Beschreibung, Aufgaben oder Rechenformeln sind ein Papierausdruck und ein Bleistift in der Hosentasche meist viel praktischer als ein PDA/Smartphone. Man kann lange Geschichten, Anleitungen und Aufschlauungen lesen, sich direkt Notizen machen und Ergebnisse notieren. Zudem ist es kommunikativer gemeinsam auf einen Zettel zu schauen, als wenn immer nur einer in ein kleines Kistchen starrt. Und am Ende hat man garantiert einen Stift für das Logbuch dabei.
Unsere Cachedaten verwalten wir mit GSAK. Man kann fast alles mit den Cacheinformationen aus den PocketQueries anstellen: Anzeigen, Exportieren, Manipulieren, Verwalten, Listen erzeugen... Eine mächtige Makrosprache macht es möglich. Dank einiger Makros erfordert die Aktualisierung unserer Homepage nur einen Knopfdruck, Wegpunkte oder Cachebeschreibungen exportieren? Knopfdruck, komprimierte Beschreibungen ausdrucken? Knopfdruck, Garmin-POIs erstellen? Knopfdruck, Caches auf einer Google-Map anzeigen? Knopfdruck. Ein tolles Programm, das jeden Cent wert ist.
Für die Arbeit mit Karten, Wegpunkten, Tracks und Routen verwenden wir gerne TTQV 4.0. Das Programm ist äußerst flexibel und kann zahlreiche Kartenformate einlesen (z.B. Top50, Alpenvereinskarten, Kompass-Karten, ECWP-Karten). Zusätzlich können eingescannte Karten kalibriert und verwendet werden. Es bietet eigendefinerte Datenbanken und kann diverse Datenformate importieren, z.B. Geocache-Daten. Es arbeitet mit einer Vielzahl von GPS-Empfängern zusammen. In der aktuellen Version 4.0 kann es sogar Karten für Garmingeräte lesen und erstellen. Absolut empfehlenswert!
Für eigene Caches benötigt man oft dauerhafte Dokumente für Beschreibungen oder Koordinaten. Sehr gut bewährt hat sich das Laminieren. Das geht auch ganz preiswert ohne spezielles Gerät mit einem normalen Bügeleisen.
Dazu das Dokument in eine normale Laminierhülle für Heißlaminiergeräte einlegen. Das Ganze auf einer festen Unterlage zwischen zwei Bögen Backpapier mit dem Bügeleisen vorsichtig laminieren. Mit der eingestellten Temperatur kann man etwas experimentieren. Es sollte nicht zu heiß sein, etwas unter Stufe 2 für Seide. Mit dem Bügeleisen eher flächig arbeiten und nicht hin- und herschieben. Vielleicht wird das erste Werk nicht perfekt, aber es ist im Prinzip ganz einfach und preiswert.
EasyOVL ist ein kleines Windowsprogramm für die Konvertierung von GPX-Dateien in verschiedene Formate:
Für die Verwaltung von Wegpunkten und Routen und den Transfer von und zu GPS-Empfängern gibt es das kostenlose Programm EasyGPS von TopoGrafix. Das Programm kann die Punkte auf einer "Karte" darstellen, nach Entfernungen sortieren und ist einfach zu bedienen. Es verarbeitet die GPX-Dateien mit Wegpunkten, die man von Geocaching.com und Geocaching.de herunterladen kann.